Widerstand gegen Fixerstube hält an

14 April 2014 | Luxemburger Wort

Grünes Licht für Umklassierung
 
Die Stadtverwaltung Luxemburg hatte in der Gemeinderatssitzung vom 15. März 2013 entschieden das 45ar großes Grundstück in der Rue d’Alsace in Bauland für „intérêts publics“ umzuklassieren. Der Innenminister hatte hierzu Mitte des vergangenen Jahres grünes Licht erteilt.
 
„Abrigado” seit 2012 in Betrieb
 
Die Befürworter der Fixerstube seien aber nicht wegen der Berufung beunruhigt, berichtet 100,7 weiter. Die aktuellen Container an der Route de Thionville in Bonneweg können mindestens noch weitere zwei Jahre genutzt werden. Das Drogenzentrum „Abrigado” wurde im Februar 2012 eröffnet. Die Fixerstube istin ein Kontakt-Café, wo sich die Drogenkonsumenten tagsüber aufhalten, den Drogenkonsumraum (Tox-In), und das Nachtfoyer mit 42 Betten eingeteilt.
 
Langwieriges Streitthema
 
Im Jahr 2010 hatten sowohl die Regierung als auch die Stadt Luxemburg Berufung gegen ein Urteil des Verwaltungsgerichtes, die Genehmigung zum Bau der „Fixerstuff“ in der Rue d’Alsace zu annullieren, eingelegt. Die Firma Paul Wurth hatte damals Klage gegen das Projekt zur Errichtung einer Empfangsstruktur für Drogenabhängige direkt gegenüber seinem Firmensitz eingereicht. Der Grundgedanke zur Realisierung einer permanenten “Fixerstuff” geht allerdings bis ins Jahr 2005 zurück.