Vermehrte Anzeichen,
dass sich der Fußballverband in Geduld üben muss

19 Februar 2014 | Luxemburger Wort

Infrastruktur- und Nachhaltigkeitsminister François Bausch ließ gestern wissen, dass er von einer weitaus kürzeren Zeitspanne ausgeht als der Artikel. Auch wenn er noch keinen konkreten Termin für die Fertigstellung nennen wollte. Die Regierung hätte im Dezember 2013 beschlossen, die Tramtrasse zwischen dem Bahnhof und Kirchberg in der ersten Phase bis Howald und Findel (Flughafen) zu verlängern. Dies sei im Artikel falsch erklärt worden. Damit würde sich die Bauphase lediglich auf die Jahre zwischen 2017 und 2021 erstrecken. Momentan arbeiten verschiedene Dienststellen eifrig am Dossier, wie es aus dem Umfeld des Ministers verlautet.
 
Fakt bleibt aber, dass die straßenbaulichen Maßnahmen – wie im Ban de Gasperich – momentan noch weit hinterherhinken. So wurden die Ausschreibungen zum Bau des Boulevard Raiffeisen, der Hauptverkehrsader des neuen Stadtviertels, bisher noch nicht ausgeschrieben. Geht man von den sechs Monaten aus, die es dauert, bis ein Zuschlag erteilt wird und rechnet diese auf die 850 Arbeitstage hinzu, die unseren Informationen zufolge in der Ausschreibung angegeben werden, kommt man auf nicht weniger als vier Kalenderjahre. Aus unten stehender Grafik ist ersichtlich, wie wichtig diese Straße (1110 auf rosa Grund) für die Erschließung des Viertels ist. Die Kunden des geplanten neuen Supermarkts laufen in der ersten Zeit Gefahr, sich durch eine Baustelle quälen zu müssen. Erst in einer späteren Phase macht es Sinn, die geplante neue Autobahnbrücke über die E44 zu bauen (1140 auf hellgelbem Grund, ganz unten). Diese Zufahrt führt zum ebenfalls noch zu erbauenden P+R-Auffangparking und zur Endhaltestelle der Tram gleich neben dem Stadion. Für die Lose 3A, 3 B und 4 (siehe Grafik) gibt es unseren Informationen zufolge noch keinen zeitnahen Terminrahmen.
 
“Zone verte interurbaine”
Der Standort für das Stadion scheint zudem nicht frei zu sein von administrativen Hürden. Laut unseren Informationen ist die Parzelle im entsprechenden “Plan séctoriel” als “Zone verte interurbaine” ausgezeichnet! Und damit für bauliche Maßnahmen ausgenommen. Umklassierungen sind allerdings theoretisch möglich. Auch wenn es nicht einer gewissen Ironie entbehren würde, wenn dies gerade ein grüner Infrastrukturminister vornehmen würde.
Weniger Probleme dürfte da schon das quer über das Feld fließende Bächlein bereiten. Gerade auf Höhe des geplanten Strafraums. Ein Bach im Stadion geht natürlich nicht. Bleibt als einzige Ausweichmöglichkeit eine Umleitung um das Stadion herum …