Und der Verkehr?

24 Oktober 2014 | Luxemburger Wort

Ressortminister François Bausch erklärt das Gesamtkonzept a• Die “Boulevards” In den vergangenen Wochen hat sich entlang der Rue Raiffeisen so einiges getan. Mit dem Bau der beiden Hauptachsen, dem Boulevard Raiffeisen und dem Boulevard Kockelscheuer, wird aktuell die Voraussetzung für die Anbindung des neuen Stadtteils an den öffentlichen Verkehr mit Tram und Zug geschaffen. Sie sollen laut Infrastrukturminister François Bausch bis 2017 fertiggestellt sein. Insgesamt werden 70 Millionen Euro in den Straßenbau investiert. Die Verlängerung des “Boulevard Kockelscheuer” in Richtung neues Fußballstadion soll derweil ab 2018 in Angriff genommen werden – und voraussichtlich zwei Jahre dauern. ¦ Der Bahnhof Howald Als wichtiges Element im Verkehrskonzept für den Ban de Gasperich gilt der neue Bahnhof in Howald. In Höhe des Cactus Howald wird bekanntlich dieser zusätzliche Bahnhof geschaffen (bzw. ausgebaut), von dem man auf den Bus und späterhin auch auf die Tram umsteigen kann.
 
Ab 2017 soll die “Gare Howald” laut Minister François Bausch funktionell sein – mit zunächst nur einem Gleis. Zu einem späteren Zeitpunkt kommt ein weiteres hinzu. Oberhalb des Bahnhofs Howald wird eine Plattform für den Umstieg auf Bus und Tram geschaffen. Kostenpunkt insgesamt: 42,8 Millionen Euro. mg Der Hauptbahnhof Im Rahmen des Gesamtverkehrskonzeptes wird es auch an der Gare centrale zu größeren Änderungen kommen. So soll laut Infrastrukturminister François Bausch bis 2020/2021 ein nicht unwesentlicher Teil der Aktivitäten auf die andere Seite des Hauptbahnhofs verlegt werden. “Hinter” dem Bahnhof wird daher ein zweiter Busbahnhof geschaffen. Zudem werden die Gleise – deren Anzahl erweitert wird – auch von der Bonneweger Seite aus unterirdisch zugänglich gemacht. i .
 
Die N 3 Eine wichtige Rolle für den Ban de Gasperich und die damit einhergehenden Herausforderungen im Transport wird des Weiteren die neue Nationalstraße N 3 spielen, die sich vom Hauptbahnhof bis Howald erstreckt und über die die Tram in Richtung Cloche d’Or fahren wird. In ihrer Verlängerung soll die N 3 später zudem als Umgehungsstraße von Hesperingen/Alzingen füngieren. ¦ Die Tram Bis 2020/2021 gibt es im Ban de Gasperich Tramverbindungen im Drei -Minuten -Takt in Richtung Bahnhof Howald und Gare centrale, erklärt der zuständige Minister. Die Tram wird vom Hauptbahnhof aus über die neue N 3 fahren, um anschließend durch die heutige Rue des Seillas, die verbreitert werden wird, den Peripheriebahnhof Howald zu erreichen. Von dort aus geht es weiter in Richtung neues “Lycée Vauban”.
 
Danach biegt die Tram auf den Boulevard Kockelscheuer ab und fährt bis zur vorläufigen Endhaltestelle beim Fußballstadion. Langfristig soll eine Verlängerung der Tramstrecke bis nach Leudelingen realisiert werden. Größere Umsteigeplattformen entstehen beim “Lycée technique de Bonnevoie” (Tram und Bus) sowie beim neuen Bahnhof Howald (Tram, Bus und Zug). a1 Park&Ride Ein großer Park&Ride-Parkplatz mit 1500 Stellplätzen wird beim neuen Fußballstadion geschaffen. Von dort aus können Autofahrer auf die Tram umsteigen. au Die sanfte Mobilität Der öffentliche Transport, Fahrradfahren und Zv -Fuß -Gehen werden in dem neuen Stadtteil großgeschrieben. So entsteht z. B. ein 50 Meter breiter “couloir écologique” für Radfahrer und Fußgänger. Das ambitiöse Ziel: 40 Prozent aller Bewegungen im “Ban” sollen “auf sanftem Weg” zurückgelegt werden, unterstreicht François Bausch.