Staat und Stadt stellen Fahrplan für den Stadion-Neubau vor

7 Juni 2014 | Lëtzebuerger Journal

Ab dem Jahreswechsel 2018/2019 soll der Ball zwischen dem “Ban de Gasperich” und der Kokelscheuer rollen. Gestern stellten die Stadt Luxemburg, die beteiligten Ministerien und der Nationale Fußballverband FLF, den Fahrplan für den seit Jahren diskutierten Neubau “des” Nationalen Fußballstadions vor.
 
Der Standort, neben der Autobahn und in zukünftiger Nachbarschaft zum geplanten Straßenbahndepot, über den jetzt allgemeiner Konsens zwischen den Beteiligten herrscht, könnte nach Meinung von Umweltstaatssekretär Camille Gira nach landesplanerischen Gesichtspunkten nicht besser liegen: An der Endstation der Straßenbahn, an einem (geplanten) Park & Ride -Platz direkt an der Autobahn. Die Diskussion über ein angebliches Bauen im Grüngürtel, habe weitgehend keine Grundlage. Der Bau des Boulevard de Kockelschèuer, des Großparkplatzes und der Standort des Straßenbahndepots sei schon von der Vorgängerregierung beschlossen worden. Um allen Unwägbarkeiten aus dem Weg zu gehen habe man im “Plan sectoriel paysage” lediglich 29 Hektar aus dem Grüngürtel zwischen Zentrum und Süden herausgenommen.
 
Das neue Stadion mit 9.000 überdachten Sitzplätzen und entsprechenden Nebenräumen, gehört nach der Nomenklatur der UEFA in die Kategorie IV, so Bürgermeisterin Lyetie Polfer. Es soll nur für Fußbai und Rugby genutzt werden können. Das benötigte Baugelände befindet sich bereits komplett in öffentlicher Hand (Stadt und Staat) und ist im Bebauungsplan der Stadt Luxemburg als “Zone de loisir” eingestuft.
 
Die Ausschreibung des 30 Millionen Euro-Projektes richtet sich nur an Generalunternehmer bzw. Arbeitsgruppen, die bereits Stadien gebaut haben und entsprechende Referenzen vorweisen können. Die Ausschreibung für den “Masterplan” wird Mitte des Monats erfolgen, die Bewerbungen sollen dann bis Ende Juli eingehen. Mitte September soll der Sieger der Ausschreibung benannt werden, bis Mai 2015 muss dann ein Masterplan erarbeitet werden. Zeitgleich werden Stadt Luxemburg, Regierung und FLF ein Lastenheft für die Details des Fußballstadions formulieren. Der erste Entwurf soll im September 2015 vorgestellt werden und die Genehmigung im Januar 2016 erfolgen, der definitive Beschluss dann im Juni 2016 fallen. Für den Baubeginn ist der Januar 2017 vorgesehen, die Bauzeit wird mit zwei Jahren kalkuliert. In der Nachbarschaft des Fußballstadion soll auch ein Gebäude für das Sportamt,4ler Stadt Luxemburg entstehen.