Rond-point Gluck wird bis 2020 weichen

9 September 2014 | Luxemburger Wort | DIANE LECORSAIS

Im Hinblick auf den Ban de Gasperich Seit Jahren steht der Kreisverkehr in der Kritik.
Am Wochenende kam es wieder zu einem tödlichen Unfall. Nach dem schweren Verkehrsunfall am Wochenende im Kreisverkehr Gluck, bei dem ein 28 -jähriger Mann aus Frankreich tödlich verletzt wurde, drängt sich erneut die Frage nach der Sicherheit an besagtem Verteilerkreis auf. Auf Nachfrage erklärt Infrastrukturminister Fran-9ois Bausch gegenüber dem “Luxemburger Wort”, dass der Kreisel ohnehin bis 2020 weichen und durch eine Kreuzung mit Ampeln ersetzt wird.
 
Der Rond-point Gluck ist schon mehrmals zum Schauplatz von schweren Unfällen geworden. Im ‘Jahr 2007 zum Beispiel war ein Lastwagen mit großer Wucht gegen die Mauer inmitten des Kreisverkehrs geprallt, Fahrer und Beifahrer hatten das Unglück nicht überlebt. Bei dem Unfall in der Nacht zum Sonntag war der Fahrer gegen ein Verkehrsschild gestoßen, woraufhin der Wagen sich überschlagen hatte und ebenfalls gegen die Mauer geprallt war. Wie aus dem Archiv des “Luxemburger Wort” hervorgeht, wird mindestens seit 1998 über die Mauer im Kreisverkehr diskutiert. Immer’ wieder wurden Forderungen, sie zu entfernen, laut.
 
Infrastrukturminister Francois Bausch hebt im LW-Gespräch hervor, dass in den vergangenen Jahren diverse Maßnahmen getroffen worden seien, um den Kreisverkehr Gluck sicherer zu gestalten. Der Unfall vom frühen Sonntagmorgen sei jedoch sehr wahrscheinlich auf überhöhte Geschwindigkeit zurückzuführen, unterstreicht der Minister. Wie Bausch fortfährt, soll der Verteilerkreis bis 2020 ohnehin komplett weichen, dies im Hinblick auf das Stadtviertel “Ban de Gasperich” und den neuen Boulevard Kockelscheuer. Der Kreisverkehr würde durch eine große Kreuzung mit einem Ampelsystem, Rad- und Fußgängerwegen sowie Bypassspuren ersetzt. “Image als Land ohne Geschwindigkeitsbegrenzungen” Die umstrittene Mauer vorab zu entfernen, sei nicht vorgesehen, da ohnehin in Kürze mit den Arbeiten für die neue Kreuzung begonnen werden müsse.
 
Paul Hammelmann, Präsident der “Scurit6 routi&e” unterstreicht seinerseits, dass das Problem weniger bei der Mauer, als bei dem “Image” Luxemburgs als “Land ohne Geschwindigkeitsbegrenzungen” zu suchen sei. “Die Menschen wissen, dass in Luxemburg kaum kontrolliert wird”, so Hammelmann, der denn auch nochmals den Schritt des Ministers, quer durch das Großherzogtum Radargeräte zu installieren, begrüßt. Am Kreisverkehr Gluck seien in der Tat diverse Sicherheitsvorkehrungen getroffen worden – darunter eine bessere Beschilderung und Bremsschwellen.